Die Geschichte des Weidenhofs

1982 Helen und Werner Blohm, Eltern eines autistischen Kindes, gründen die Stiftung Irene. Sie ist gemeinnützig und dient dem Wohle autistischer Menschen.

1983 Die Stiftung Irene eröffnet als Träger den Weidenhof in Seerau bei Hitzacker (Niedersachsen) in einem umgebauten Bauernhof. Er ist bundesweit die erste stationäre Einrichtung nur für erwachsene Menschen mit Autismus und bietet sieben Bewohnern einen Lebensort zum Wohnen und Arbeiten.

1986/87 Auf dem Grundriss einer ehemaligen Scheune errichtet die Stiftung Irene einen Neubau für sieben Bewohner und für Werkstätten. Das Provisorium der Anfangszeit ist somit beendet, die Wohnhäuser „Altbau“ und „Neubau“ werden als Weidenhof – Haus Seerau zusammengefasst. Werkstattplätze bieten sich im Garten mit einem Treibhaus, der Tischlerei, der Weberei und Textilwerkstatt sowie im Haushalt.

1987 Eltern von Bewohnern des Weidenhofs gründen den Förderverein.

1990 Der Teilausbau des Dachgeschosses im Altbau beginnt. Es entstehen eine Wohnung für zwei Zivildienstleistende, ein Büro und ein Gemeinschaftsraum.

1993 Das Haus Seerau wächst. Ein kleines Haus auf dem Gelände wird zur Trainingswohnung Seerau umgebaut. Dort leben zwei Bewohner, denen eine größere Selbstständigkeit im Tagesgeschehen möglich ist. Außerdem verwandelt sich die Garage in den Werkstattladen. Hier können Besucher die Produkte aus den Werkstätten kaufen.

1994 – 1996 An der Elbuferstraße in Hitzacker entsteht das Haus Elbufer des Weidenhofs. Auf den Fundamenten der Bauruine auf dem gekauften Gelände wächst ein Haus für die zwei Wohngruppen Ginster und Flieder. Hier leben je sieben Bewohner, deren Wohnbereiche zu einem großen Raum gekoppelt werden können. Arbeitsplätze entstehen in der Tischlerei, der Kreativ- und Kleinkunstwerkstatt, im Haushalt sowie in der Gartenwerkstatt mit Obst- und Gemüsegarten und Wald.

1998 Neue Räume für die Werkstatt des Hauses Seerau – die zweite Hälfte des Dachgeschosses im Altbau wird zu einer großen Textilwerkstatt incl. einer Weberei ausgebaut. Die Gartenwerkstatt in Seerau erhält den frei  gewordenen Werkstattraum im Neubau.

1999 Ein Einzelwohnplatz in Dannenberg entsteht.

2002 Das bisherige Werkstattgebäude des Hauses Elbufer wird um einen großen Gemeinschaftsraum (Blauer Salon) mit einem abtrennbaren kleinen Therapieraum erweitert. Im darüberliegenden Dachgeschoss entsteht die Trainingswohnung Elbufer, in der fortan drei Bewohner leben, die eine größere Selbstständigkeit erlangt haben.

2007 Der Weidenhof richtet einen zweiten Platz im betreuten Einzelwohnen ein. Beide Bewohner leben nun in getrennten Wohnungen in einem Haus in Hitzacker und arbeiten in den Werkstätten des Weidenhofs.

2008/2009 Die Werkstätten erhalten neue Räume. Auch vorsorgende Überlegungen zu den Bedürfnissen älter werdender Bewohner fließen in die Arbeiten mit ein. In der Werkstatt Elbufer kann so einer der drei neuen Räume zukünftig bei Bedarf als Raum für Bewohner genutzt werden, die an der herkömmlichen Tagesstruktur, zum Beispiel aufgrund ihres Alters, nicht mehr teilnehmen können. Außerdem entsteht im Altbau ein altengerechtes Badezimmer.

2010 Die Trainingswohnung in Seerau wird konzeptionell und strukturell in eine angegliederte Wohnung für einen Bewohner umgewidmet und die ehemalige Wohnung für Zivildienstleistende als Apartment mit Anschluss an die Altbaugruppe eingerichtet.

2009 – 2012 Umfangreiche energetische Maßnahmen erfolgen durch den Einbau eines Blockheizkraftwerks, die energetische Sanierung des Altbau-Dachs sowie die Installation von Photovoltaikanlagen auf den Dächern in Seerau und Elbufer.

2013 Der Weidenhof ist 30 Jahre alt.

2016 Die Wohnküchen Flieder, Ginster und Neubau sowie die Teeküche in der Werkstatt Elbufer werden erneuert.

Grafik mit Text, Weidenhof: Ein Zuhause für erwachsene autistische Menschen
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